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Baseball:
(Kiel Seahawks)

Die Seahawks-Damen auf Bundesliga-Rundreise

 
Am zweiten Tag des Spiele - Ausflugs nach NRW machte man sich an einem kühlen und ebenso grauen Morgen auf nach Neunkirchen, einer lauschigen, kulturell wertvollen und grünen Oase südlich von Köln, in der auf höchstem Niveau Softball gespielt wird. Mit dem beruhigenden Gedanken an unser neuen deutschen Superstar Thomas und trotz diverser kölscher nächtlicher Unruhen und vermeintlicher Vogelgeräusche imitierender "Wecker" hatten die Damen in ihrem noblen Hostel einige Stunden Schlaf sammeln können und nach einem Frühstück bei Backwerk (sie machten den besten Umsatz seit Geschäftseröffnung) erklomm man die 700 Höhenmeter und traf auf ein liebevoll eingerichtetes Vereinsheim und einen Platz mit einer Aussicht, die an so manchen Heimatfilm erinnerte. Bei der Vorbereitung und dem Warmup wurde bereits deutlich, dass es ein besonderer Tag werden sollte. Man spürte die gestrigen Spiele in den Armen und Beinen, es lag eine gewisse Witzigkeit in der Luft und Nina bekam einen Ball auf die Nase. Die Besonderheit des 5. Spieltages in der Bundesliga ist also nicht zu bestreiten. Kommen wir nach der detaillierten Beschreibung der Umstände nun zu den eigentlichen Highlights: den Spielen. Punkt 13 Uhr begann das erste Spiel mit dem Start – Pitch von Janneke Ogink. Noch konnten die Damen mit einigen Hits - hervorzuheben ist hierbei die Leistung von Pitcherin Dorit Mohr - glänzen, auch wenn die Bälle in der Defense des öfteren nicht ganz so wollten, wie man gern hätte. Über das zweite Spiel dann kann jedoch nicht mehr allzuviel erzählt werden. Man bekam eine gute Neunkirchener Flugshow von Bällen ins Outfield zu sehen, hielt aber dagegen mit erlerntem regionalen Volksliedern (ja, es gibt viele Alleen in NRW) und Versuchen der amerikanischen Import – Pitcherin einen Hit abzunehmen. Das Ergebnis sprach von einem Perfect Game für den Gast aus Übersee und die Seahawks zogen ihre Flügel ein, erkannten neidlos an, dass der Unterschied zwischen Verbands- und Bundesliga doch sehr groß ist und machten sich auf den langen Weg in ihr heimeliges Nest. Der Rückweg (nicht die, Britti) wurde genutzt um das Volksliedgut zu vertiefen und kampfbereiten Blitzern auszuweichen, was nicht immer ganz gelang. Des weiteren hielt man aus guter Tradition Einzug im Restaurant zur Goldenen Möwe, nahm verlorene Seelen wie Raststätten-Spongebob auf und diskutierte das vergangene Wochenende. Das Ende der Rundreise in den Süden war der Plaza – Parkplatz um 23 Uhr, dort wo einen Tag zuvor alles begonnen hatte.


Autor: ankr
Artikel vom 22.05.2008, 21:29 Uhr

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