Artikelausdruck von Freestyle Kiel


Baseball:
(Kiel Seahawks)

Mit großem Kämpferherz zu zwei Siegen gegen die HSV Wildcats

 
5. August / HSV Wildcats I - Kiel Seahawks I / 7:16 und 9:16
Mit ungewohnter Aufstellung starteten die Seahawks Damen in die Verbandsliga Spitzenspiele gegen die HSV Wildcats. Gleich 8 Springerinnen mußten die Coaches für den Spieltag nominieren, da etliche Stammkräfte aus dem Verbandsligateam verhindert waren.
Und wieder einmal konnten sich die Seahawks auf ihren ausgeglichenen Kader verlassen und fanden gut in das erste Spiel. Yvonne Galle und Inga Glug fanden per Basehit den Weg auf Base, rückten dann durch einen Wild Pitch ein Base vor. Ein Groundball auf die rechte Seite des Infields von Nina Ziffer sorgte für das schnelle 1-0, Single von Dorit Mohr 2-0. Ein Opferbunt von Antonia Staecker und kurze Zeit später ein sehenswerter 2B-Hit von Britta Vermeegen mit Runner auf 2nd und 3rd sorgt für ein 4-0. Nach einem Error und Wild Pitch punktete auch Britta zum 5-0 nach dem ersten Halbinning, es lief wie am Schnürchen!
Doch die Wildcats fanden noch besser ins Spiel! Gleich neun Single-Basehits in den ersten beiden Innings, bei denen die Bälle teilweise Augen hatten, drehten die herausgespielte Führung in ein 5-6 Rückstand um. Plötzlich hatten die HSV-Damen wieder Oberwasser.
Den entscheidenden Wendepunkt gab es dann aber in der unteren Hälfte des dritten Innings zu bestaunen. Nun kam der erste große Auftritt von Annika Gradert. Nach einem Single für die Wildcats sicherte die Leftfielderin mit einem schönen Flyout das erste Aus für ihr Team. Danach sorgten ein weiterer Basehit und ein Wild Pitch für Läuferinnen an 2nd und 3rd mit der starken HSV-Centerfielderin am Schlag. Sollten die Seahawks weiter in Rückstand geraten?
Es folgte ein langer Flyball ins Leftfield, welchen Annika Gradert ebenfalls neutralisieren konnte zum zweiten Out. Aber damit nicht genug! Die Läuferin vom dritten Base konnten die Seahawks Leftfielderin mit einem präzisen Wurf zu Catcherin Britta Vermeegen und anschließendem Tag-Play ebenfalls aus machen - Doubleplay!
Jetzt waren die Kielerinnen endgültig aufgewacht. Im vierten Inning erzielten Dorit Mohr, Antonia Staecker, Nicole Markmann und Nina Ziffer, die wieder einmal mit einem Complete Game als Pitcherin brillierte, vier Runs zum 9-6 für die Seahawks. Ein “Nuller-Inning” später standen die Damen aus Kiel schon wieder am Schlag, endlich mal kein langes Inning in der brütenden Hitze von Mümmelmannsberg.
Nun machten die Damen aus der Landeshauptstadt den Sack endgültig zu. Nach drei Basehits, zwei Walks, einem Error und 2 Wild Pitches schickte Annika Gradert, die Spielerin des Tages, beim Stand von 13-6 ein langes Double ins linke Centerfield hinterher, was ihr zwei RBI einbrachte. Kurze Zeit später konnte sie ebenfalls einen Punkt erlaufen zum zwischenzeitlichen 16-6. Ein Run der Wildcats im fünften Inning war dann nur noch kosmetischer Natur. Die Seahawks hatten 16-7 gewonnen und flüchteten geradewegs in den wohlverdienten Schatten. “Es war kein schönes Spiel, aber der Einsatz und das Kämpferherz auf unserer Seite waren bemerkenswert.”, so die Seahawks Coaches.
Eine halbe Stunde später ging es in die zweite Partie. Für die Kielerinnen stand nun Dorit Mohr im Pitching-Circle. Dorit und auch Ihre Angriffsreihe fanden gut ins Spiel und nach 1 1/2 Innings hatten sich die Seahawks, wie bereits im ersten Spiel, eine 5-0 Führung herausgespielt (Runs durch Britta Vermeegen, Antonia Staecker, Yvonne Galle und 2 x Inga Glug). Aber erneut fanden die Wildcats zurück ins Spiel und urplötzlich war auf der Anzeigentafel ein 5-7 abzulesen. “It`s Déjà vu all over again!” (Yogi Berra) - Was war passiert?
Nach einem Out konnte die Verteidigung der Seahawks zwei gute Chancen zu Out Nr. 2 und 3 nicht nutzen und spielte sich fortan in ein Loch. Nach einem Pitcherwechsel, einem vereitelten Stealversuch von Britta Vermeegen zum zweiten Out, reichlich Runs und einem abschließenden Strike-Out durch Nina Ziffer war das Horror-Inning beendet.
Zwei lockere Outs später sah es nicht viel besser aus für die Seahawks. Nun schien aber die Konzentration und Kraft auf Seiten der Wildcats nachzulassen. Bei zwei Outs und keiner Läuferin auf Base starteten die Kielerinnen zu einer großen Rally. Mit dem Motto “bei zwei Outs sind wir am Stärksten” erzielten die Seahawks ebenfalls 7 Runs und fanden eindrucksvoll zurück ins Spiel - Yogi sei Dank! ;)
Nun stand auch die Verteidigung der Seahawks wieder sicher, und im vierten Inning legten Denise Weishaupt, Yvonne Galle, Inga Glug und Nina Ziffer vier Punkte zum 16-9 nach. Die eingewechselte Pitcherin Nina Ziffer war es dann auch, die mit ihrem zweiten Win an diesem Tag das Spiel souverän über die Runden brachte. Zwei Groundballs zu 3rd Base Spielerin Denise Weishaupt zum ersten und dritten Out im fünften Inning und dazwischen ein spektakuläres Flyout durch Antonia Staecker, die als etatmäßige Catcherin an diesem Tag mit guter Leistung im Rightfield aushalf, beendeten die zweite Begegnung.
“Das sind Teamplayer wie man sie braucht!”, zeigte sich Headcoach Detlef Tobinski begeistert. Mit diesen zwei Siegen haben die Seahawks einen riesengroßen Schritt in Richtung Landesmeisterschaft Nr. 3 (in Folge) gemacht. Rein theoretisch können die Softballerinnen von Rot-Schwarz Kiel nur noch von den Holm Westend 69`ers II eingeholt werden. Dafür müßten die Holmerinnen ihre letzten 9 Spiele alle gewinnen und die Kielerinnen alle restlichen 4 Partien verlieren. Dann würde der direkte Vergleich zählen, bei dem die Seahawks momentan mit 2-0 Siegen vorne liegen. Warten wir es ab ...
Das nächste Aufeinandertreffen in der Softball Verbandsliga gibt es für die Seahawks am 19. August um 13.00 Uhr in Hamburg-Niendorf. Gegner sind dann die Hamburg Dodgers. Einen Termin für das letzte Heimspiel gegen Holm gibt es noch nicht. Go Seahawks!


Autor: ankr
Artikel vom 06.08.2007, 22:37 Uhr

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