Artikelausdruck von Freestyle Kiel


Baseball:
(Kiel Seahawks)

15. Juli / Kiel Seahawks I - Lübeck Squirrels / 9:6 und 9:8

 
Schauplatz Meimersdorf, es ist Sonntag früh, die Seahawks trafen sich bei Kaiserwetter zum Platzaufbau für das Verbandsligaspiel gegen die Lübeck Squirrels.
Zur großen Freude aller Beteiligten war unser heißersehnter fester Backstop fertiggestellt worden, was unserem Platz in der Konsequenz nicht lediglich einen professionelleren Anstrich verleiht, sondern auch eine beachtliche Zeitersparnis bei zukünftigen Aufbauaktionen bedeuten wird.
Nach der üblichen Aufwärmroutine war gewiss: das Team präsentierte sich in Form und hoch motiviert, schließlich sagte die oft und gern zitierte Statistik, das die Seahawks seit gut drei Jahren nicht mehr gegen Lübeck verloren hatten. Ergo — Niederlage nachgerade unmöglich!!
An diesem Umstand änderte auch die Tatsache nichts, dass einige Stammspielerinnen sich bereits in den Sommerurlaub verabschiedet hatten. An ihre Stelle rückten Spielerinnen aus dem Landesligateam, die ihre ihnen zugedachten Aufgaben mit Bravour meisterten.
Leider gestaltete sich der Spielverlauf der folgenden zwei Partien nicht so, wie man es aus den vergangenen Trainingsleistungen hätte augurieren mögen, denn erstens kommt’s ganz anders und zweitens als man meint.
Im ersten Spiel lagen die Spielerinnen aus Kiel lange in Front, konnten ihre Führung Punkt für Punkt ausbauen. Hervorragende Arbeit leistete Ayla Bockelmann, die die Lübeckerinnen mit ihren Pitches stark forderte, für zahlreiche Strikeouts sorgte und somit die Halbinnings für ihre Teamkolleginnen kurz hielt. Bei der sengenden Hitze des Tages recht angenehm.
Die Partie wurde noch einmal eng, als den Seahawks zum ungünstigsten Zeitpunkt, bei Bases loaded, ein Fehler in der Defense unterlief, der die Squirrels wieder in Schlagdistanz brachte und offenbar auch für moralischen Auftrieb sorgte.
Letztendlich behielten die Kielerinnen jedoch einen kühlen Kopf, die Statistik recht und der Sieg konnte doch noch auf der Kieler Habenseite verbucht werden. Der Endstand lautete 9:6.
Fehler zum genau falschen Zeitpunkt blieben auch für das zweite Aufeinandertreffen symptomatisch. Pitcherin Nina Ziffer war zwar in bestechender Form, trotzdem schafften die Kielerinnen es nicht, sich in der Offense durch zwingende Aktionen ein Punktepolster zu erarbeiten. Wieder gelang es den Lübeckerinnen eine Schwächephase der Seahawks auszunutzen, um den Spielstand auszugleichen. Beide Teams witterten die Chance auf einen Sieg und die Stimmung auf dem Platz wurde spürbar aggressiver, was sich in didaktisch nicht ganz kniggekompatiblen Kommentaren und umstrittenen Umpirerentscheidungen manifestierte.
Den längeren Atem hatten letztendlich erneut die Kielerinnen, die das Spiel knapp mit 9:8 nach Hause bringen konnten und als verdiente Siegerinnen aus einem ansonsten glamourbefreiten Doubleheader hervorgingen.
Äußerst positiv wahrgenommen hat unser Team die Anwesenheit zahlreicher Zuschauer, sowie die nette Unterstützung unserer Juniorin Rhea im Dugout, vielen Dank an dieser Stelle.


Autor: ankr
Artikel vom 30.07.2007, 19:47 Uhr

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