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Handball:
(HSG Holstein Kiel/Kronshagen)

HSG-Krabben haben keine Chance gegen Eidelstedt

 
Die Hamburgerinnen liefen nur mit insgesamt acht Spielerinnen auf und konnten sich sogar den Luxus erlauben, Andrea Bölk ganz aussetzten zu lassen. Nur in den ersten 14 Minuten konnte die HSG dem kraftvollen Spiel des ESV etwas entgegensetzten. Dann brach die einstudierte Taktik zusammen wie ein Kartenhaus. Bis dahin hielt man einen knappen Rückstand, der sich über 2:3, 4:5 bis zum 6:8 hielt. Im Angriff wurde noch gut gekreuzt, konzentriert geworfen, weil Wiebke Reimers aus dem Rückraum drei schöne Tore erzielte und im Tor Manja Wulf zumindest am Anfang einige Bälle klasse gehalten hat. Die Fehlerquote wurde aber parallel höher mit der Passgeschwindigkeit des Gegners, die immer mehr zunahm. Dieser waren die HSG´ler nicht mehr gewachsen, weder körperlich noch geistig. Innerhalb weniger Minuten setzten sich die Eidelstedterinnen mit 6 Toren in Folge ab zum 6:14. Tempogegenstöße über Katja Dürkop und Agnieszka Szpila versetzten den Krabben bereits vor der Pause den Todesstoß für dieses Spiel. Über 8:15 und 9:17 ging es mit 10:19 in die Pause.

Für die glücklose Manja Wulf kam Anja Pulwitt ins Tor und Trainer Fritz Sünkler wechselte fleißig durch und versuchte, seine Mannschaft noch einmal zu motivieren. Geworfen wurde viel aufs Tor des ESV, aber die Trefferquote ließ wie in den vorherigen Spielen zu wünschen übrig. Katrin Maukel, die in den ersten 40 Minuten völlig neben sich stand, kam jetzt ein wenig besser ins Spiel und erzielte am Ende noch ihre 6 Tore. Auch Meike Gronau, trotz ihrer hohen Fehlerquote, schaffte noch drei Treffer und belebte das zu langsame Aufbauspiel der HSG ein wenig. Auf Rechtsaußen fand Grit Kretzschmar ihre Lücken, um Katrin Themer einige Male zu überlisten. Ihr Pendant auf der linken Seite, Sabine Brinker, scheiterte doch zu häufig an der guten Eidelstedter Torfrau. Anja Pulwitt hatte einige schwere Bälle abgewehrt, unter anderen auch zwei Siebenmeter. Die zweite Spielhälfte lief fast so wie die erste. Die HSG hielt das Spiel fast offen, konnte aber nicht verkürzen. Über 13:21 und 15:26 spielten die routinierten Hamburgerinnen ihr Ding runter, setzten immer mal wieder eine „Duftmarke“ mit einem sehr schnellen genauen Pass mit Torerfolg und gewannen letztendlich verdient mit 20:32.

Tore HSG: Katrin Maukel 6, Wiebke Reimers 5, Grit Kretzschmar 3, Meike Gronau 3, Sonja Hansen, Dajana Schulz, Sabine Brinker je 1

Tore ESV: Jeanette Marquardt 10/6, Renate Zienkiewicz 7, Katja Dürkop 6, Agnieszka Szpila 6, Anke Gansch, Simone Liersch, Beatrice Allmenröder je 1

Siebenmeter: HSG 0/2 – ESV 5/7
Zeitstrafen: HSG 5 – ESV 3

Spielfilm: 0:1,1:1,1:3,2:3,2:5,4:5,4:7,5:7,6:8,6:14:8,15:9,17,10:19 – 10:20,11:20,13:21,15:26,16:28,18:31,20:31,20:32


Autor: thho
Artikel vom 17.10.2004, 11:12 Uhr

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