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(Interessantes vom Handballsport) |
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„Endlich mal einer der nicht nur redet“ !
„Endlich mal einer der nicht nur redet“ ! So und so ähnlich klangen die Kommentare der gut 1 400 geladenen Zuhörer aus Tourismus und Wirtschaft, die im Renaissance Hotel in Amsterdam am vergangenen Freitagabend den Worten des aus Deutschland, genauer gesagt aus Schleswig – Holstein stammenden Sport- u. Tourismusmanagers und Marketingexperten Andreas Werft lauschten. Applaus und Zustimmung erntete der 40 jährige Fachmann bei seinem launigen und wie immer spannenden Vortrag von den zahlreich erschienenen Fachleuten aus der Tourismusbranche und der Wirtschaft. Man muss schon ganz besonders keck sein, oder aber besonders erfolgreich und selbstbewusst wenn man als Gastredner die Anwesenden Gäste mit den Worten begrüßt „Herzlich willkommen meine Damen und Herren, nehmen Sie Abschied von altmodischen Denkweisen ab heute denken Sie anders“. Letzteres trifft wohl eher zu wenn man weiß, wer der immer locker auftretende Referent ist, seine Lebensgeschichte und seine erfolgreich umgesetzten Projekte verfolgt hat und für neues zugänglich ist. Werft, der sein Handwerk in den USA u. a. bei Mark. Mc Cormack und dem von Ihm gegründeten Unternehmen IMG erlernen durfte, ist einer der wenigen Macher in der Branche, der nicht nur Konzepte schreibt und kluge Reden hält wie man es machen sollte, sonder er ist einer der das Vorgetragene selbst umsetzt und das Risiko nicht scheut auch einmal mit einem Projekt baden zu gehen. So ist es dem cleveren Marketingexperten Werft erst vor wenigen Monaten erfolgreich gelungen innerhalb einer Handballsaison mit einer gerade erst aufgestiegenen Zweitligamannschaft eine ganze Urlaubsregion Deutschland weit bekannt zu machen ohne das die Ortsansässige Wirtschaft Ihr Werbebudget ausschöpfen musste. Thema des Abends zu dem die Holländische Tourismusvereinigung geladen hatte, war die Zusammenarbeit zwischen Stadt, Gemeinden, Sport- u. Kulturvereinen sowie der Wirtschaft zum Zweck der gemeinsamen erfolgreichen Vermarktung. Weg von Konkurrenzdenken und Neid, hin zu Einigkeit und gemeinsamer Stärke so der flammende Appell des Profis Werft, der mit anschaulichen Beispielen verdeutlichte, wie ein erfolgreiches Miteinander aussehen könnte. Auch Zwischenfragen des sehr aufmerksamen Publikums brachten den erfahrenen Marketingexperten nicht aus dem Tritt und so konnte er den Anwesenden viele neue Möglichkeiten aufzeigen.
„Ziel muss es sein, die Kaufkraft erst einmal in die Städte zu bekommen so Werft und da spielt es keine Rolle ob nun das Center auf der grünen Wiese den größeren Parkplatz hat oder dort alles unter einem Dach ist.“ "Das so Werft klingt doch eher nach Ausreden oder Alibi" Auch teuer zukaufen muss man nicht unbedingt Attraktionen für die Innenstädte, vielmehr sollte man die eigenen Ressourcen nutzen und z. B. Sportvereinen und diversen sonstigen Einrichtungen die Möglichkeiten geben sich auf Marktplätzen und ggf. in Einkaufcentern zu präsentieren. „Was Freizeiteinrichtungen schon seit vielen Jahren praktizieren, so Werft weiter, nämlich Plakate, Aufsteller oder Werbeaktionen in Absprache bei Mitbewerbern aufhängen, aufstellen oder durchführen ist durchaus auch für Städte und deren Einrichtungen interessant.
Nur erfordert dies natürlich ein Umdenken und genügend Selbstbewusstsein sich dem Wettbewerb zu stellen, und man muss natürlich von den eigenen Stärken überzeugt, nein besser noch begeistert sein.
“ Jede Stadt, jede Gemeinde oder Tourismuseinrichtung hat, oder kann etwas besonderes so das für den Gast bzw. potenziellen Kunden immer ein Reiz entsteht auch oder gerade diese Einrichtung zu besuchen. „Auch das Einbinden von Bürgern und Besuchern kann genauso ergiebig wie interessant sein, so Werft, der aber auch gleich in Richtung Tourismusdirektoren und Citymanagern nachschob, hier besonders gefordert zu sein und nicht, „den großen Chef“ zu spielen sondern eher den zuhörenden und koordinierenden“. Ein guter Citymanager oder Tourismusdirektor ist der, der Zuhören kann, der keine Angst hat das jemand etwas besser macht, sondern der von der Zusammenarbeit mit den Kunden und Gästen, die hier ja auch betroffene und beworbene gleichzeitig sind zum Wohle seiner Organisation, seiner Einrichtung profitiert. Entwickeln Sie neue Ideen, gehen Sie neue Wege und wecken Sie so Interesse bei den Medien bei Ihren Gästen und Kunden. „Stellen Sie sich vor Sie werben um eine Attraktive Frau, oder einen attraktiven Mann, so Werft schmunzelnd, hier müssen Sie sich ja auch etwas ganz besonderes einfallen lassen um zumindest einmal die Telefonnummer zubekommen“. Einigkeit und eine Portion Phantasie, verfeinert mit einer Prise Mut und ein wenig Risikobereitschaft dann kann am Ende ein Gericht auf dem Tisch stehen, das allen schmeckt und das dafür sorgt das Feinschmecker in Ihrer Region ein und ausgehen. Das der Vortrag ankam, wurde nicht nur durch den Applaus der anwesenden und begeisterten Zuhörer klar, sondern auch durch die Tatsache das der Holländische Tourismusbeauftragte Dr. van den Ville den Experten Werft bat, der überregional tätigen Arbeitsgruppe und dem Neugegründeten Kompetenzteam zur Förderung der Wirtschaft und des Tourismus als Berater zur Verfügung zu stehen. Für alle also ein rundum gelungener Abend, nachdem man nun garantiert „anders“ denkt. Mit freundlicher Genehmigung des Autors
Torsten von Weyen
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Autor: anwe
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Artikel
vom 01.04.2006, 21:41 Uhr
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