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Handball: (Ahrensburger TSV)
Eine Nachricht aus dem Portal Freestyle Hamburg
 
Das letzte Aufbäumen fehlte

Eine Woche zuvor gegen Esingen war es die vollkommen verschlafene Anfangsphase gewesen, die den Oberliga-Handballern des Ahrensburger TSV die Chance auf ein besseres Ergebnis geraubt hatte. Deshalb hatte sich das Team von Spielertrainer Roman Judycki für die Partie bei der HG Hamburg-Barmbek vorgenommen, gerade zu Beginn hellwach zu sein. Zwar spielten sich die Stormarner in den ersten Minuten durchaus eine Reihe bester Chancen heraus, doch dann scheiterten sie im Abschluss. "Was wir in den ersten zehn Minuten verworfen haben, war schon unglaublich", ärgerte sich Judycki, der nach seiner Kehlkopfentzündung erstmals wieder selbst mitwirkte. Ganze zwölf Minuten brauchte der ATSV für das erste Tor der Begegnung und konnte von Glück sagen, dass die Barmbeker diese Schwäche kaum nutzen konnten und selbst in der gleichen Zeit nur vier Mal erfolgreich waren.

Trotzdem liefen die Ahrensburger diesem Rückstand in der Folgezeit hinterher. Schon in der ersten Halbzeit kam die Judycki-Sieben mehrfach wieder auf zwei Treffer heran, versäumte es aber, in diesen Phasen nachzulegen. Allerdings musste der ATSV auch insgesamt 16 Minuten in Unterzahl verbringen, was die Aufgabe nicht eben leichter machte. Dass ohnehin die beiden Unparteiischen Thomas Haase und Rayk Glöß mit einer ganzen Reihe kurioser Entscheidungen für eine Menge Unruhe auf beiden Seiten und Belustigung auf der Tribüne sorgten, ließ Judycki als Ausrede nicht gelten. "Wenn wir am Anfang die Dinger rein machen, müssen wir uns damit gar nicht beschäftigen."

Trotzdem kamen die Gäste auch nach dem Seitenwechsel von 14:18 wieder auf 17:18 heran. Dann aber fehlte das letzte Aufbäumen, das nötig gewesen wäre, um einen zählbaren Erfolg herbeizuführen. Auch beim 22:26 zehn Minuten vor dem Abpfiff war eigentlich noch alles drin. Fehler im Angriff führten dann allerdings zu einfachen Tempogegenstoßtoren der HGHB, die auf 29:22 enteilen konnte. Erst jetzt und damit zu spät bäumten sich die Stormarner noch einmal auf und verkürzten durch drei Treffer in Folge auf 25:29. Am Ende kamen sie sogar noch auf drei Tore heran, an der dritten Niederlage in Folge konnten sie jedoch nichts mehr ändern.

In der Tabelle rutschte der ATSV dadurch auf Platz acht ab und hat nun erst einmal drei Wochen Zeit, an den Schwächen zu arbeiten. Erst am 28. März müssen die Judycki-Schützlinge erneut ran. Gegen den Tabellenführer HSV Hamburg II allerdings dürfte alles andere als eine weitere Niederlage eine große Überraschung sein.

Aufstellung Ahrensburg (Tore/Siebenmeter): Alexander Rath, Florian Schmidt - Christoph Palder (8/3), Ingolf Gonschorek (4), Danny Farell (4/1), Roman Judycki (3), Christoph Strubel, Robin Hoth, Hannes Grocholl (je 2), André Peter, Said Evora (je 1), Philipp Köhler (1/1), Markus Fraikin, Carsten Moritzen.

Barmbek: Philipp Hentschel, Thomas Renz - Sebastian Schutz (8), Tobias Stößer, Henning Baller (je 5), Patrick Tutaj (4), Jörg Bokelmann (4/2), Helge Otto (2), Christian Stahlich, Felix Charbatzadeh, Stefan Bormann (je 1), Nils Hartmann, Lars Zimmermann, Ole Quisbrock.

Schiedsrichter: Thomas Haase (TSC Wellingsbüttel), Raik Glöß (HSG Red/Blue).

Siebenmeter: 3/2 – 6/5 (Rath pariert gegen Bokelmann – Palder scheitert an Hentschel).

Zeitstrafen: 3:8 (Schutz 7., 49., Stößer 18. - Evora 11., 30., 30., Moritzen 23., 35., Gonschorek 23., Judycki 30.).

Rote Karte: Evora (ATSV, 30., nach der dritten Zeitstrafe)

Spielverlauf: 4:0 (11.), 4:2 (13.), 8:6 (16.), 10:6 (18.), 11:7 (23.), 11:9 (26.), 12:10 (29.), 14:10 (30.), 14:11 (30.) - 14:12 (31.), 16:14 (34.), 18:14 (35.), 18:17 (38.), 20:17 (40.), 20:18 (40.), 21:19 (42.), 24:19 (46.), 24:20 (47.), 26:22 (50.), 29:22 (52.), 29:25 (53.), 30:25 (54.), 30:27 (56.), 31:27 (57.), 31:28 (58.).


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Autor: mafr
Artikel vom 08.03.2010, 11:16 Uhr
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